Meine erste Berg-Nah-Erfahrung

Wenn jemand, der nicht einmal Freund des Spazierens ist, versucht einen Berg zu bezwingen, dann muss schon einiges passieren. Plan war es den Kopf frei zu bekommen und das ist mit diesem Experiment jedenfalls geglückt. Schon bei der Hälfte der Strecke wollte ich kraft- und kampflos aufgeben und der Kopf war maximal leer geblasen. Und plötzlich überholen dich die Rentner und das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen.

Ich dachte, ich würde ganz gemütlich im Schlenderschritt auf eine Hütte „wandern“ und mich da mit einem guten Essen belohnen können. Aber schon der Anfang des Weges ließ mich an meinem Vorhaben zweifeln, da ich nur einen steilen Geröllweg sah. Augen zu und durch und dann kommst du um die Ecke und siehst, dass es nur noch steiler wird. So ging es bis zu Hütte. Irgendwann während des Laufens habe ich erst gerafft, dass ich gegen schwarze Skipisten ankämpfe. Die fahre ich ja nicht einmal mit Brettern runter, weil ich denen nicht traue.

Keine Ahnung wie ich oben angekommen bin, aber ich bin es und eines ist sicher, damit habe ich nicht gerechnet. Ich weiß nicht, wie oft ich aufgeben wollte, aber ich habe es nicht getan. 800 Höhenmeter sind es gewesen…

Und ich wurde für diese Mühen mehr als belohnt. Nicht nur die Kasspatzen waren ein Gedicht, der Ausblick unbezahlbar und das Gefühl, den Berg bezwungen zu haben erst recht.

Mit dieser Euphorie habe ich auf die Talfahrt gepfiffen und bin die steilen Pisten und Wege wieder runter, was gibt es besseres als alle Muskelgruppen zu beanspruchen.

Mit leerem Kopf bin ich wieder unten angekommen und war einfach nur froh darüber, dass ich es geschafft habe und gescheite Schuhe an hatte, die jetzt eingelaufen sind 🙂
Und glaubt mir eines, noch nie habe ich mich so auf ein Weißbier gefreut. Das gab es dann auch, in der warmen Wanne…

Bleibt nur zu hoffen, dass ich mich morgen noch halbwegs bewegen kann…

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