Analog die Zukunft planen und erinnern mit dem Bullet Journal

So sehr ich ein Freund der Digitalisierung bin, so sehr liebe ich auch Papier. Und das vor allem dann, wenn es darum geht, meine Zukunft zu planen oder Geschehenes festzuhalten. Selbst in der Arbeit bin ich so old school unterwegs, dass ich auf meinem Schreibtisch immer einen Wochen-Klappkalender liegen haben muss…

Papier und Stift zwingen mich irgendwie dazu mich mehr zu fokussieren, die Gedanken beisammen zu halten und nicht zuletzt fühlt sich etwas mit Tinte Geschriebenes für mich unwiderruflicher an. Mit einer Tatstaur ist man schneller dazu verleitet etwas in die Tasten zu hacken und dann einfach wieder zu löschen.

Nie wurde meinen Wünschen in der Vergangenheit ein Kalender jedoch gerecht, denn nur eine Wochen- oder Tagesübersicht reicht mir nicht, um mich, meine Gedanken, mein Leben und meine Ideen zu strukturieren. Irgendwie fehlte hier immer der Platz für weitere Aufzeichnungen und ich musste neben einem Kalender verschiedene Kladden nutzen, weil ich nie ein vorgefertigtes Kaufprodukt aufgetan habe.

Vor Kurzem stieß ich auf das Bullet Journal, welches in seiner ursprünglichen Form von dem Designer Ryder Carroll ausgearbeitet wurde. Er hat 20 Jahre an seiner Version gefeilt, die nun für ihn und viele andere Nutzer praktisch ein codiertes Agendasystem darstellt, mit dem man sich und seine Vorhaben ordnet und strukturiert. Hierzu gibt es zig Möglichkeiten der Gestaltung. Ehrlich gesagt habe ich mich mit der Ausgangsversion gar nicht so beschäftigt, da mir schon der Anstoß reichte. Wer hier tiefer einsteigen will, der befrage einfach die hiesige Suchmaschine.

Was das unglaublich Tolle an diesem Journal für mich ist:

  • Es gibt keine Vorgaben und keine Limitierungen
  • Du startest mit einem leeren Notizbuch und gestaltest es dir nach deinen Vorstellungen, mittlerweile bekommst du von Leuchtturm etc. bereits Bullet Journals, die über einige Formatierungen verfügen
  • Alle Themen, die dir im Laufe eines Jahres wichtig sind oder in den Sinn kommen, finden hier Platz
  • Ich nutze es als Kalender, Future Log, Essensplaner für die Woche, Spar-Vorhaben, Wunschliste, Dankbarkeits-Erinnerungen, Tracker für verschiedene tägliche Routinen, Übersicht von Filmen/Serien, die ich schauen möchte und noch vieles vieles mehr
  • Um den Überlick nicht zu verlieren sollte auf jeden Fall am Anfang ein Kontingent an Seiten für ein Inhaltsverzeichnis frei gehalten werden

Früher brauchte ich gefühlt für jedes Thema eine eigene Kladde.

Am Anfang machten mir die weißen Seiten ein wenig Angst, weil ich weder über ein tolles und besonderes Schriftbild verfüge und schon gar nicht zeichnen oder malen kann. Aber darauf kommt es auch nicht an, denn du machst es nur für dich und nicht für die Welt da draußen. Und am Ende des Tages zählt nur, dass du dich darin wiederfindest.

Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, kann mir auch gerne schreiben.

3 Gedanken zu “Analog die Zukunft planen und erinnern mit dem Bullet Journal

  1. Eine wunderbare Idee, nach der ich nun auch sogleich gegoogelt habe.
    Weil mich noch nie ein fix und fertiges System, auch kein Kalender (TimeSystem = teuer) in der Praxis überzeugen konnt, habe ich mir stets ein sogenanntes „Superbuch“ gefertigt (wird auch unter dieser Bezeichnung im Netz zu finden sein): damit bin ich prima zurechtgekommen.
    Danke für die Anregung!
    Lo

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